Hochschulpolitik Politik

Weihnachtssitzung mit Punsch und Waffeln: Stura-Inside vom 15. Dezember 2025

Bei weihnachtlicher Verpflegung fokussierte sich der StuRa in seiner letzten diesjährigen Sitzung  auf die studentische Vollversammlung. Lediglich zwei Tage davor gab es noch viel Klärungsbedarf.

Zu Beginn seiner 6. Sitzung beschloss der StuRa, die Planung der anstehenden studentischen Vollversammlung (StudVV) in die Tagesordnung aufzunehmen. Obwohl die Versammlung bereits am Mittwoch, den 17. Dezember um 18.15 Uhr im Kupferbau stattfindet, waren viele Punkte noch konfus.

Große Diskussion um Awarenessteam bei StudVV

Zunächst verteilte der StuRa die Aufgaben für die StudVV. Neben der Auswahl der Redeleitung, eines Technikteams, dem Zuständigen für das Protokoll und dem Herumreichen des Mikrofons wurde diskutiert, ob es ein Awarenessteam geben soll. Nahezu alle Anwesenden waren grundsätzlich dafür. Angesichts der knappen Zeit bis zur Veranstaltung äußerten einige Deligierte Zweifel an der Umsetzbarkeit des Vorhabens. Damit ein Awarenessteam sinnvoll arbeiten könne, brauche es vorab ein Awarenesskonzept und ein ausgebildetes Team. Andere meinten, dass ein schlechtes Awarenessteam besser sei, als gar keins. 

Ausführliche Diskussionen gab es über die Funktion und Kompetenzen des Awarenessteams: Sollte das Team nur als Seelsorge für Betroffene agieren oder darüber hinaus berechtigt sein, für eine Unterbrechung der Sitzung zu sorgen? Außerdem stand zur Debatte, ob Angehörige des Awarenessteams auf ihr Recht auf Meinungsäußerung und Redebeiträge bei der StudVV verzichten sollten, um Neutralität zu gewährleisten.

Darf das Awarenessteam eigenmächtig die Versammlung unterbrechen, wenn eine betroffene Person sich unwohl fühlt? Über die Kompetenzen des Awarenessteams diskutierte der StuRa lange. Bild: M.T ElGassier auf Unsplash

Letztlich einigte sich der StuRa darauf, dass zukünftig ein Konzept zur Awareness bei der StudVV in einer Kleingruppe ausgearbeitet werden soll. Bei anstehender StudVV am Mittwoch solle ein Awarenessteam als Anlaufstelle für Betroffene fungieren. Dieses könne bei Bedarf die Redeleitung beraten und — wie alle anderen Anwesenden auch — einen Antrag zur Unterbrechung der Sitzung stellen. Drei Personen mit Vorerfahrung im Bereich Awareness erklärten sich bereit, am Mittwoch Teil des Teams zu sein.

Per Handzeichen stimmte der StuRa über die gesamte Personenliste derjenigen ab, die bei der Versammlung am Mittwoch die anstehenden Aufgaben übernehmen. Mit einer Enthaltung und zwölf Stimmen dafür wurde die Liste angenommen.

Verspäteter Antrag darf nicht in die StudVV

Außerdem stand im Raum, ob die StudVV über einen verspätet eingebrachten Antrag abstimmen darf. Konkret ging es um den Antrag des Arbeitskreises (AK) Gleichstellung und Awareness, der eine universitätsweite Umfrage zu sexualisierter Gewalt und anderen Diskriminierungsformen fordert. Eine der Antragsstellerinnen betonte die Bedeutung, die eine Abstimmung in der StudVV für die Erfolgsaussichten des Vorhabens hätte: Dem Rektorat und der Unileitung den geschlossenen Wunsch der Studierendenschaft zu überbringen wäre ein stärkeres Druckmittel als das Ergebnis einer Abstimmung im StuRa. 

Um nicht gegen die bestehende Geschäftsordnung zu verstoßen und sich nicht angreifbar zu machen, blieb der StuRa dabei, den Antrag nicht in die StudVV aufzunehmen. Stattdessen werde in der Versammlung lediglich ein Meinungsbild eingeholt und später im StuRa über den Antrag abgestimmt.

Neue Arbeitskreiskoordinatorin für Gleichstellung und Awareness

Awareness und Gleichstellung waren auch im weiteren Verlauf ein dominantes Thema. So stimmte der StuRa über eine Bewerbung für die offene Position als Arbeitskreiskoordinatorin für Gleichstellung und Awareness ab. Die Bewerberin war als Mitglied des StuRas anwesend und stellte sich kurz vor. Als Mitgründerin des AKs Anlaufstelle und als Senatorin in der Gleichstellungskommission und im Ordnungsausschuss der Universität war sie für die Position qualifiziert. Die Wahl mit Papierzetteln bestätigte die Bewerberin mit zwölf Stimmen dafür, zwei Enthaltungen und keinen Gegenstimmen im Amt.

Die StuRa bestätigte in einer geheimen Wahl die neue Arbeitskreiskoordinatorin für Gleichstellung und Awareness im Amt. Bild: Johanna Grün

Diese Abstimmung bot dem StuRa den Anlass, generell darüber zu beraten, wie mit Positionen verfahren wird, die trotz Ausschreibung zu Beginn der Amtszeit des StuRas weiterhin unbesetzt sind. Die Anwesenden einigten sich darauf, noch aktuelle Ausschreibungen auf der Website des StuRas stehen zu lassen und ab und zu eine Erinnerung auf Social Media zu veröffentlichen.

Finanzierung für Faktor 14

Bereits zu Beginn der Sitzung hatte der StuRa den Antrag zur Finanzierung von Faktor 14 einstimmig bewilligt. Das studentische Wissenschaftsmagazin bat um die Übernahme von ungefähr 1.400 Euro für den Druck der neuen 60-seitigen Ausgabe in einer Auflage von 1.000 Stück. Unter dem Heftthema Pluriverse sind zwölf Artikel versammelt, die teils an den Pluralismus in der Wissenschaft appellieren.

Der StuRa legte den ersten Sitzungstermin im neuen Jahr auf den 12. Januar 2026 und möchte dem StuRa-Büro zum Jahresende ein Dankeschön und Weihnachgsgrüße zukommen lassen. Mit dem restlichen Punsch und Lebkuchen ließ der StuRa nach offziellem Sitzungsende den Abend weihnachtlich ausklingen. 

Beitragsbild: Johanna Grün

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