Am Tag der Arbeit demonstrierten auch in Tübingen wieder zahlreiche Menschen für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Darunter auch Studierende, die mit lauter Stimme einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte forderten.
Die diesjährige Tübinger Demonstration am ersten Mai stand unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. So standen die Demonstrationsteilnehmenden gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Nach Angaben des Schwäbischen Tagblatts versammelten sich hierfür 1.200 Menschen auf dem Tübinger Marktplatz.

In den Reden wurde unter anderem auf soziale Unsicherheit aufmerksam gemacht. Daneben thematisierten die Redner*innen eine gerechtere Lohnverteilung und traten für eine friedliche Zukunft ein.
Der Tag der Arbeit aus studentischer Perspektive
Der Demonstration angeschlossen hatte sich eine Vielzahl Studierender. Auf Plakaten und in Reden beklagten sie die hohen Mieten, befristete Arbeitsverträge und unsichere Perspektiven im Wissenschaftsbereich. Eine zentrale Forderung war hierbei ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte – kurz TV-Stud, der die Bedingungen für studentische Hilfskräfte verbessern soll. Diese würden momentan unter kurzen Vertragslaufzeiten und niedrigen Löhnen leiden.

Aber auch der Einsatz gegen rechtsextremistische Politik war für viele Demonstrierende ein wichtiges Anliegen. So erklärte ein Demoteilnehmer auf die Frage, warum er an der Demo teilnehme: „Ich empfinde es als wichtig, sich öffentlich solidarisch zu zeigen. Auch um bestimmten Akteuren in der Regierung klar zu machen, wie die Bevölkerung die Situation sieht. Insbesondere im Hinblick auf die momentanen Angriffe auf den Sozialstaat.“
Generationsübergreifender Kampf für Arbeitsrechte
Das warme Wetter lockte laut Südwest Presse rund ein Drittel mehr Teilnehmer*innen auf die Straße als noch im Vorjahr. Vertreten waren vor allem junge Menschen und Studierende, doch auch Menschen aus anderen Generationen waren unter den Demonstrierenden. Während sich die Hauptdemonstration bereits gegen 14 Uhr auflöste, wurde noch bis in den Abend hinein Musik gespielt.
Beitragsbild: Hannah Haeger

