In Kupfer Kolumna schauen wir uns an, was aktuell in den sozialen Medien trendet. Heute gehen wir der Frage nach, warum sich die Sportart Eishockey derzeit so großer Beliebtheit erfreut.
Hallöchen, was gerade so alles im Internet passiert? Sensationell!
Die meisten Menschen könnten wahrscheinlich weder einen Bully erklären noch die Regeln einer Overtime aufzählen. Trotzdem sind Hockeyspieler derzeit überall. Zwischen viralen TikToks, beliebten Buchverfilmungen und schwärmenden Fans hat sich Eishockey unerwartet zu einem der größten Popkultur-Phänomene des Jahres entwickelt. Doch was genau ist so anziehend an diesem Sport?
Pucks und virale Männer
Den Beginn des Riesenhypes lösten die fiktiven Hockeyspieler Shane Hollander und Ilya Rozanov aus. Die erste Staffel der Low-Budget-Produktion Heated Rivalry des kanadischen Streamingdienstes Crave basiert auf dem zweiten Band der Game-Changers-Reihe von Rachel Reid. Vor Shane, Ilya und dem berüchtigten Cottage konnte man Anfang diesen Jahres nur schwer fliehen, denn sie waren überall. Die queere Liebesgeschichte der beiden Männer, die eigentlich Erzfeinde sind, sorgte aber nicht nur für den Boom des Eishockeys, sondern veränderte auch das Bild von dem heteronormativen und konservativen Sport. So gibt es mehr Raum für Diversität, die der Sport immer noch nötig hat.

Kaum hat sich das Internet von diesem Aufschlag erholt, schoss die nächste Serie ins Tor. Mitte Mai veröffentlichte der Streamingdienst Prime Video die erste Staffel der Serie Off Campus. In dieser Serie, basierend auf der gleichnamigen Buchreihe von Elle Kennedy, verfolgen wir die Musikstudentin Hannah Wells und den Eishockeyspieler und Captain des Collegeteams Garret Graham. Um Hannahs Schwarm zu beeindrucken, gehen die beiden eine Fake-Beziehung ein und kommen sich dadurch näher als eigentlich geplant. Schnell hat sich das Internet, besonders in Garret und seine Teamkollegen, verliebt.
Eine Flut von Fan-Edits und Clubpartys mit dem Thema der Serie waren, wie auch bei Heated Rivalry, vorprogrammiert.
Wieso ausgerechnet Eishockey?
Für Booktok-Enthusiast*innen und Romance-Leser*innen ist dieser Hype nicht wirklich überraschend. Eishockey ist neben American Football eine der am häufigsten wiederkehrenden Kategorien im Bereich der Sportromance. Der Grund dafür ist simpel: Diese Sportarten sind in den USA die beliebtesten. Da die meisten Romance-Bücher in den USA spielen, ist es daher nur logisch, dass eben diese Sportarten öfter thematisiert werden.

Der in Deutschland so gefeierte Fußball ist eher weniger beliebt. Allerdings könnte es sein, dass das nicht lange so bleibt. Denn die King-of-the-Gods-Reihe von Ana Huang wird aktuell ebenfalls von Prime Video verfilmt. In den Liebesromanen geht es um drei fiktive Profifußballer der englischen Nationalmannschaft. Schauen wir mal, ob die Trilogie ebenfalls das Internet einnehmen wird wie die zuvor erwähnten Eishockeyserien.
Ein Spiel mit Kontrasten
Ein weiterer Grund für die Beliebtheit ist, dass Eishockey-Romanzen mit Wiedersprüchen und Kontrasten spielen. Denn Eishockey ist ein harter und gefährlicher Sport. Durch sogenannte Bodychecks werden andere Spieler gerammt, um sie zu provozieren und Schlägereien auszulösen. Auf dem harten Eis sorgt dies für einige Verletzungen. Nehmen wir nun diesen Sport und setzen ihn in die sanfte und hingebungsvolle Atmosphäre der Liebe, entsteht ein Spannungsfeld von Gegensätzen, das mit dem typischen Bild des Mannes spielt, es verändert und das Herz von Fans höher schlagen lässt.
Es bleibt eisig und heiß!
Der nächste Hype steht bereits in den Startlöchern. Denn der Streamingdienst Netflix hat Mitte Juni die Verfilmung des Booktok-gepriesenen Romans Icebreaker von Hannah Grace bekannt gegeben. Darin geht es um die Eiskunstläuferin Anastasia Allen, die von den Olympischen Spielen träumt und um Nathan Hawkins, den Captain des College-Eishockeyteams. Nach einem Collegestreich werden die beiden gezwungen, gemeinsam zu trainieren und kommen sich natürlich näher. Sehr nah, denn das Buch beinhaltet einige spicy, sprich sexuelle, Szenen.
Ein genaues Startdatum der Serie oder Informationen bezüglich des Castings gibt es aktuell noch keine. Doch die Freude und Erwartungen dürften hoch sein.
Wir bleiben auf jeden Fall gespannt.
Tschüsselchen!
Beitragsbild: Maurice DT/unsplash

