Hand wirft Wahlzettel in Wahlurne
Landtagswahl 2026 Politik

Das ist wichtig für die Landtagswahl 2026

Die Wahlplakate hängen, die Wahlbenachrichtigungen sind angekommen – in weniger als einem Monat wählt Baden-Württemberg den 18. Landtag. Hier klären wir alle wichtigsten Fragen zur anstehenden Wahl. 

Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Mit dabei sind rund 65.000 Tübinger*innen. Durch ein neues Wahlrecht wird sich einiges bei der Stimmabgabe ändern. So müssen die Bürger*innen nun etwa zwei Kreuze auf dem Wahlzettel machen – wie bei der Bundestagswahl. 

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsbürger*innen, die seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben. Mit dem neuen Wahlrecht wurde auch das Wahlalter angepasst: Zum ersten Mal darf man bei einer Landtagswahl im Südwesten nun ab 16 Jahren wählen. 

Wann wird gewählt?

Alle Wahlberechtigten können am 8. März zwischen 8 und 18 Uhr in ihrem Wahllokal ihre Stimme abgeben. Wo das Wahllokal ist, ist auf der Wahlbenachrichtigung vermerkt, die bereits alle Wähler*innen erhalten haben. Wer die Benachrichtigung noch nicht erhalten hat, sollte sich möglichst zeitnah an das Wahlamt wenden.

Was passiert im Wahllokal?

Wer am Wahltag ins Wahllokal geht, sollte unbedingt die Wahlbenachrichtigung sowie der Personalausweis oder Reisepass ins Wahllokal mitnehmen. Die Wahlhelfer*innen händigen vor Ort den Stimmzettel aus und verweisen auf eine Wahlkabine. Dort werden zwei Kreuze auf dem Stimmzettel abgegeben: Ein Kreuz für die Erststimme und ein Kreuz für die Zweitstimme. 

Wie beantrage ich Briefwahl?

Wer nicht im Wahllokal wählen möchte oder am Wahltag verhindert ist, kann etwa per Mail oder über ein Online-Formular Briefwahl beantragen. Das Online-Formular findet man entweder auf der Webseite der Stadt Tübingen oder über den QR-Code direkt auf der Wahlbenachrichtigung. Wer es lieber klassisch auf Papier mag, kann auch einfach die Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausfüllen und zurück an das Wahlamt senden. Nach dem Antrag bekommt man die Briefwahlunterlagen per Post an die angegebene Adresse zugeschickt. In dem Brief wird auch eine Erklärung mitgeliefert, wie die Briefwahl funktioniert. 

Was mache ich, wenn ich am Wahltag krank bin?

Wer am Wahltag krank wird oder aus anderen wichtigen Gründen nicht ins Wahllokal gehen kann, kann noch am Wahltag bis 15 Uhr seinen Wahlschein abgeben und dafür Briefwahlunterlagen direkt beim Wahlamt erhalten. Eigentlich müssen die Anträge bis spätestens am Freitag vor der Wahl (6.3.) um 15 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein. 

Die Wahlbenachrichtigung sollte bereits alle Wahlberechtigten in Tübingen erhalten haben. Bild: Max Maucher (Archivbild)

Warum gibt es zwei Stimmen?

Zur 18. Landtagswahl geben Wähler*innen erstmals zwei Stimmen ab: Mit der Erststimme entscheiden sie, wer als Direktkandidat*in den Wahlkreis Tübingen im Landtag vertritt. Der Kandidat oder die Kandidatin mit den meisten Stimmen zieht dann direkt in Landtag ein. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg 70 Wahlkreise, demnach ziehen insgesamt 70 Direktkandidat*innen in den Landtag.

Die Zweitstimme entscheidet darüber, wie stark die Parteien im Landtag vertreten sind. Erhält eine Partei beispielsweise 20 Prozent der Stimmen, darf sie entsprechend 20 Prozent der Sitze besetzen. Wer aus der Partei über die Zweitstimme in den Landtag zieht, entscheidet sich über die Landeslisten der Parteien. Mit der Zweitstimme setzen Wähler*innen ihr Kreuz daher bei Parteien und nicht wie bei der Erststimme bei Kandidat*innen. 

Wer sind die Direktkandidat*innen in Tübingen?

  • Daniel Lede Abal (Bündnis 90/Grüne)
  • Diana Arnold (CDU)
  • Dorothea Kliche-Behnke (SPD)
  • Irene Schuster (FDP)
  • Anna Schneider (AfD)
  • Katharina Poppei (Linke)
  • Flavio Krahl (Die Partei)
  • Sören Lorenz (BSW)
  • Pedro Treuer (Volt)

Wie werden die Sitze im Landtag vergeben?

Insgesamt hat der Landtag in Baden-Württemberg mindestens 120 Sitze. Allerdings ist es möglich, dass mehr Abgeordnete einziehen. Grund hierfür sind die sogenannten Überhangmandate: Erhält eine Partei beispielsweise 40 Direktmandate, über ihre Zweitstimme jedoch nur 30 Sitze, darf sie trotzdem 40 Sitze mit den Direktkandidierenden besetzen. Diese 10 Sitze sind die Überhangmandate. Die anderen Parteien erhalten im Gegenzug Ausgleichsmandate, wodurch die Anzahl der Sitze des final besetzten Landtags steigen kann. 

Wie hat Tübingen 2021 gewählt?

Bei der letzten Landtagswahl galt noch das alte Wahlrecht: Wahlberechtigte konnten nur eine Stimme für eine*n Kandidat*in abgeben. Wer im Wahlkreis die meisten Stimmen erhielt, zog mit einem Mandat in den Landtag ein. Bei der letzten Landtagswahl zog für den Wahlkreis Tübingen der Kandidat vom Bündnis 90/Die Grünen, Daniel Lede Abal, mit etwa 44 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen in den Landtag. 

Bild: Element5 Digital auf Unsplash (Symbolbild)

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