Unileben

Keine Hinweise auf K.-o.-Tropfen nach Medi-Clubhausfest

Kurz vor dem Clubhausfest kommt es unter Studierenden zu großer Verunsicherung. Gerüchte über K.-o.-Tropfen verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Was ist dran an den Anschuldigungen? 

Nach dem von den Medizinern ausgerichteten Clubhausfest gibt es keine Hinweise auf die Verwendung von K.-o.-Tropfen. Das bestätigten die Polizei und die Organisatoren auf Anfrage von Kupferblau. Kurz vor dem Fest am Donnerstag wurde eine Falschmeldung über Instagram, Mails sowie in WhatsApp-Gruppen verbreitet und verunsicherte die Studierenden. Darin hieß es etwa, dass ein Mitglied des Orgateams K.-o.-Tropfen in größeren Mengen bestellt hat und diese in Getränke von Gästen mischen werde. Bereits am Tag nach der Feierlichkeit erklärten die Fachschaften Medizin und Molekularmedizin auf ihrem gemeinsamen Instagramaccount die Anschuldigungen als „halt- und bestandslos“. 

In den Tagen nach dem Clubhausfest ist laut Polizei eine Anzeige wegen der möglichen Abgabe von K.-o.-Tropfen erstattet worden. Weiter hieß es, dass die Ermittlungen bislang keine Hinweise auf einen solchen Vorfall ergeben haben. Das Orgateam hatte wegen der falschen Anschuldigungen selbst Anzeige bei den Behörden gestellt. Die Polizei ermittelt nun.

K.-o.-Tropfen nur schwer nachweisbar

K.-o.-Tropfen sind meist farb-, geruchs- und geschmacklose Substanzen, die Betroffenen unbemerkt in das Getränk gemischt werden. Nach der Einnahme kommt es häufig zu starker Benommenheit bis hin zu Bewusstlosigkeit. Viele Betroffene können sich später nur bruchstückhaft oder gar nicht mehr an das Geschehen erinnern. Der Nachweis von K.-o.-Tropfen ist schwer, da diese vom Körper schnell abgebaut werden. Die Substanz kann nur in einem kurzen Zeitfenster nach der Einnahme in Blut oder Urin nachgewiesen werden. 

Beitragsbild: Heike auf Pixabay (Symbolbild)

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